Ich kannte meine Urgroßeltern noch

Ja wirklich! Und wer kann das heute schon noch von sich behaupten?

An die Großeltern meines Vaters kann ich mich noch dunkel erinnern. Sie waren für mich der „Stock-Opa“ und die „Uhr-Oma“. Das ist kein Schreibfehler…, ich dachte immer, dass meine Uroma so hieß, weil in ihrem Wohnzimmer eine, für meine Begriffe riesengroße Standuhr ihren Platz behauptete. Der Name „Stock-Opa“ erklärt sich von selbst. Er ging an einem Gehstock.

So einfach kann die Welt für eine Drei-Jährige sein.

Über den Tod dieser beiden kann ich nichts berichten. Ich weiß einfach nichts darüber. Und sollte ich irgendwann einmal danach gefragt haben, so habe ich die Antwort darauf vergessen.

Mir ist es nur wichtig, sie wenigstens erwähnt zu haben. Denn schließlich ist es meine älteste Erinnerung an verstorbene Familienmitglieder.

An die Großeltern meiner Mutter hingegen kann ich mich noch sehr genau erinnern. Sie begleiteten mich ein gutes Stück in mein Leben. Zumal es hier das erste Mal interessant wird, denn diese zwei Menschen adoptierten ihre eigene Enkeltochter, meine Mutter, und waren somit für mich gleichzeitig Urgroßeltern und Großeltern in Einem. Warum das so war, schreibe ich, wenn von meinen Großeltern berichte.

Trotzdem möchte ich über ihr Sterben unter der Überschrift Urgroßeltern berichten, weil sie das ja auch familientechnisch gesehen tatsächlich waren, und weil mit ihnen die ganze Sterberei durch Krankheit und andere Katastrophen begann.