Generationenwechsel, die zweite

Somit wären wir dann glücklich bei meinen Eltern angekommen.

Um die einigermaßen komplizierten Familienverhältnisse nicht noch undurchsichtiger zu machen, bleibe ich weiter bei meiner anhaltinischen Linie.

Horst war also das älteste Kind meiner Urgroßeltern, – … gut geraten. Er zeugte eine Tochter und zwei Söhne. Mit dem Jüngerem war ich ein Jahr lang liiert, aber dazu später.

Dann kam Gerda, meine mißratene Oma, die meine Mutter Heidemarie auf die Welt brachte.

Danach kam Ruth, – …gut geraten. Sie hatte einen Sohn, den ich sehr mochte und der für meine Mutter wie ein Bruder war.

Und dann war da noch Horst, der sich über alle Konventionen hinweg setzte und einfach ein Leben lebte, wie er es liebte. Meines Wissens hat er keine Kinder gezeugt. Es kann aber auch sein, dass er es einfach nur nicht wusste, wenn doch.

Es ist schon ein wenig komisch, dass ich für meine Großeltern aus der anhaltinischen Linie auf meine Urgroßeltern zurück greifen muss. Aber da in dieser Familie alle denkbaren Familienregularien ausgehebelt wurden, habe ich an dieser Stelle keine andere Wahl.

Bei meiner sächsischen Familie ging es dann doch weniger turbulent zu. Mein Vater hatte zwei Brüder. Heinz war 12 Jahre älter, Bernd war 9 Jahre jünger als er. Mein Vater hieß Jörg.

Damit hätte ich jetzt also meine Eltern aus diesen ganzen Familien-Gewirr heraus kristallisiert.

Ich bin überzeugt davon, dass es mich nicht gäbe, wenn sich meine Eltern an die damals geltenden Regeln gehalten hätten.

Aber dazu komme ich morgen.